Gonarthrose oder auch Kniearthrose bedeutet Verschleiß und Abnutzung des Kniegelenks. Das Kniegelenk besteht aus 3 Gelenkflächen die miteinander arbeiten. Jede dieser Gelenkflächen ist von einer Knorpelschicht umzogen. Bei einer Gonarthrose ist diese Knorpelschicht des Kniegelenks in Mitleidenschaft gezogen und dadurch dauerhaft geschädigt. Knieschmerzen können die Folge sein. Die Ursachen dieser Schädigung können unterschiedlich sein. Zu den Eigenschaften der Knorpelschicht zählen, dass Sie  glatt, abriebfest und elastisch ist.

Die Gelenkflächen sind durch den Gelenkspalt voneinander getrennt. In diesem Gelenkspalt befindet sich die Gelenkflüssigkeit, welche auch als Gelenkschmiere bezeichnet wird. Die Gelenkschmiere versorgt den Gelenkknorpel mit Nährstoffen. Weiterhin sorgt sie für den reibungslosen Bewegungsablauf der Gelenkknochen und zusammen mit dem Gelenkknorpel wirkt sie als Stoßdämpfer bei großen mechanischen Belastungen auf das Kniegelenk.

Ist der Gelenkknorpel abgenutzt beginnt eine Kniearthrose.

Ist der Gelenkknorpel im Kniegelenk, aus welchen Ursachen auch immer, erst einmal abgenutzt, verliert er an Elastizität und kann hohe mechanische Belastungen nicht mehr so gut abfedern. Der Knorpel kann an seiner Oberfläche ein- oder aufreissen. Durch diesen Knorpelabrieb können bei starken Stößen kleine Knorpelteilchen absplittern und in die Gelenkflüssigkeit gelangen. Dadurch kann das Kniegelenk nicht mehr so gut “geschmiert” werden und die Gelenkinnenhaut des Knies kann gereizt werden. Eine Entzündung ist die Folge. Dabei werden Wirkstoffe freigesetzt, die dem Gelenkknorpel eine chemische Zerstörung zufügen und die Entzündungreaktion verstärken. Knieschmerzen sind die logische Folge. Ist der Gelenkknorpel im Kniegelenk erst einmal so einer Zerstörung ausgesetzt und vorgeschädigt, ist er auch umso anfälliger gegenüber der mechanischen Zerstörung durch Abrieb und Abnutzung.

Knieschmerzen durch die aktivierte Gonarthrose.

Die entzündete Gelenkinnenhaut reagiert darauf mit dem Bilden von Gelenkflüssigkeit. Es entwickelt sich ein Gelenkerguss der Knieschmerzen auslöst und das Kniegelenk schwillt an. Dies ist dann eine aktivierte Arthrose. Um die Schmerzen zu ertragen, schonen Betroffene das Kniegelenk nun. Durch den Bewegungsmangel verschlechtert sich die Ernährung des Gelenkknorpels im Knie und der Gelenkverschleiss im Knie nimmt dadurch weiter zu.


Der Gelenkknorpel des Kniegelenks ist so mit der Zeit verschlissen, wodurch die Gelenkknochen stark belastet werden. Der Druck wird immer größer und um den Druck auszugleichen bildet sich neue Knochenmasse in Form von Knochenvorsprüngen und Knochenspornen (Osteophyten). Diese bilden sich über einen langen Zeitraum. Die Gelenkflächen der Knochen können sich auch verbreitern und passen dann nicht mehr richtig zusammen. Das Kinegelenk wird so immer mehr steif und unbeweglicher.

Ist der Gelenkknorpel des Knies einmal nicht mehr oder nur sehr wenig vorhanden, reibt am Ende Knochen auf Knochen. Die Knochen verdichten und verhärten sich und der Gelenkspalt verschwindet. Das Kniegelenk wird steif.

 

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