Diagnose Gonarthrose (Kniearthrose) und Knieschmerzen. Was bedeutet das?




Unter einer Gonarthrose versteht sich eine Kniearthrose die einen Verschleiß und eine Abnutzung des Kniegelenkes zeigt.

Ein Kniegelenk besteht aus drei Gelenkflächen die miteinander verbunden sind. Jede Gelenkfläche ist überzogen von einer Knorpelschicht. Bei der Gonarthrose ist die Knorpelschicht, die das Kniegelenk umgibt geschädigt. Knieschmerzen sind die Folge.

Die beschädigte Knorpelschicht im Knie

Die Ursachen dieser Schädigung können unterschiedlich sein. Zu den Eigenschaften der Knorpelschicht zählen, daß Sie glatt, abriebfest und elastisch ist.

Die Gelenkflächen sind durch den Gelenkspalt voneinander getrennt. In diesem Gelenkspalt befindet sich die Gelenkflüssigkeit, welche auch als Gelenkschmiere bezeichnet wird. Die Gelenkschmiere versorgt den Gelenkknorpel mit Nährstoffen. Weiterhin sorgt sie für den reibungslosen Bewegungsablauf der Gelenkknochen und zusammen mit dem Gelenkknorpel wirkt sie als Stoßdämpfer bei großen mechanischen Belastungen auf das Kniegelenk.

Ist der Gelenkknorpel abgenutzt beginnt eine Kniearthrose.

Ist der Gelenkknorpel im Kniegelenk, aus welchen Ursachen auch immer, erst einmal abgenutzt, verliert er an Elastizität. Hohe mechanische Belastungen können dann nicht mehr so gut auffangen werden. Der Knorpel kann an seiner Oberfläche ein- oder aufreissen.

Durch diesen Knorpelabrieb können bei starken Stößen kleine Knorpelteilchen absplittern und in die Gelenkflüssigkeit gelangen. Dadurch kann das Kniegelenk nicht mehr so gut „geschmiert“ werden und die Gelenkinnenhaut des Knies kann gereizt werden. Die Folge davon sind Entzündungen.

Die Wirkstoffe die freigesetzt werden, können den Gelenkknorpel zerstören und die Entzündungsintensität erhöhen. Knieschmerzen sind die logische Folge.

Ist der Gelenkknorpel im Kniegelenk erst einmal so einer Zerstörung ausgesetzt und vorgeschädigt, ist er auch umso anfälliger gegenüber der mechanischen Zerstörung durch Abrieb und Abnutzung.

Knieschmerzen durch die aktivierte Gonarthrose.

Die entzündete Gelenkinnenhaut reagiert darauf mit dem Bilden von Gelenkflüssigkeit Um die Schmerzen abzumindern, schonen deshalb Betroffene das Kniegelenk. Durch diesen Bewegungsmangel aber wird die Ernährung des Gelenkknorpels verschlechtert und der Gelenkverschleiß schreitet weiter voran.

Der Gelenkknorpel des Kniegelenks ist so mit der Zeit verschlissen, wodurch die Gelenkknochen stark belastet werden. Der Druck wird immer größer und um den Druck auszugleichen bildet sich neue Knochenmasse in Form von Knochenvorsprüngen und Knochenspornen (Osteophyten).

Diese bilden sich über einen langen Zeitraum. Die Gelenkflächen der Knochen können sich auch verbreitern und passen dann nicht mehr richtig zusammen. Das Kinegelenk wird so immer mehr steif und unbeweglicher.

Das geht soweit, bis kein Gelenkknorpel mehr vorhanden ist und Knochen auf Knochen reibt. Die Entzündung des Kniegelenkes kann auch Bänder und Sehnen zerstören. Die Muskulatur die das Gelenk umschließt, wird durch die Schonhaltung zurückgebildet.

Die Gelenkflächenbelastung steigt und damit der Zerfallprozess des Kniegelenkes. Die Knochen verdichten und verhärten sich und der Gelenkspalt verschwindet. Das Kniegelenk wird steif.

 

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