Berufskrankheit Gonarthrose. Diese Berufe fördern eine Gonarthrose




Die Berufskrankheit Gonarthrose ist im Berufskrankenverzeichnis unter der Nummer 2112 aufgeführt.

Studien haben ergeben, daß bestimmte Berufe durch kniebelastende Arbeiten ein besonders hohes Risiko für die Entstehung einer Kniearthrose hervorrufen. Dazu zählen Tätigkeiten Im Knien, Hocken, Kriechen oder im Fersensitz.

Ob auch Sie in eine dieser Berufsgruppen  fallen, sehen Sie in folgender Liste:

  • Fliesenleger
  •  Bodenleger
  •  Teppichleger
  • Parkettleger
  • Natur- und Kunststeinleger
  • Estrichleger
  • Pflasterer
  • Dachdecker
  • Installateure
  • Maler
  • Betonbauer
  • Bergleute im untertägigen Bergbau bei Tätigkeiten, die Arbeiten im Knien, Hocken, im Kriechen oder im Fersensitz erzwingen
  • Schweißer
  • Schiffbauer
  • Werftschlosser
  • Gärtner
  • Rangierer

Berufskrankheit Gonarthrose. Arbeitstechnische Vorraussetzungen.

Um die Gonarthrose als Berfuskrankheit geltend zu mache, bedarf es jedoch einiger Vorraussetzungen.  Zunächst einmal die arbeitstechnische Vorraussetzung. Hier prüft die Berufsgenossenschaft den Fall durch eine Befragung zum Arbeitsplatz und es wird eine Tagesbelastung in Stunden errechnt. Anhand von Tabellen werden Tätigkeiten und Belastungen definiert. Kommt bei dieser Untersuchung eine Gesamtbelastungsdauer von mehr als 13000 Stunden heraus, sind die Vorraussetzungen für eine Anerkennung erfüllt.

Medizinsche Vorraussetzungen.

Dazu kommen dann die medizinischen Vorraussetzunegn. Hierzu zählen chronische Kniegelenksbeschwerden, Bewegungseinschränkungen beim Strecken und Beugen des Kniegelenks, sowie arthrosetypische Veränderungen im Röntgenbild. Die medizinischen Vorraussetzunegn werden von einem orthopädisch-unfallchirurgischen Gutachter erstellt.

Allerdings ist es in vielen Fällen schwierig die Arthrose durch die arbeitlichen Tätigkeiten nachzuweisen. Denn bei einer Arthrose können viele wietere Faktoren eine Rolle spielen. Deshalb werden auch längst nicht alle Anträge auf Berufskrankheit Gonarthrose entsprochen.

Dennoch, sollten Sie unter eine der genannten Berufsgruppen fallen und unter einer Gonarthrose leiden, empfiehlt es sich zu untersuchen ob die Gonarthrose durch die Arbeit enstanden sein kann, denn nur dann können Sie eine Entschädigung erhalten. Dazu zählt eine Minderung der Erwerbsfähigkeit oder eine von der Berufsgenossenschaft gezahlte Erwerbsminderungsrente. Auch Kosten für medizinische und Rehabilitationsmaßnahmen können übernommen werden.

3 Kommentare


  1. was ist mit der gastronomischen einrichtung denn die haben auch knieprobleme und die leute die in der fleischerei arbeiten die sind auch davon betroffen

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  2. Ich arbeite seit zehn Jahren als Servicekraft in einem Pflegeheim, und seit ungefähr fünf Jahren hab ich Probleme mit den Knien und Fersensporn mit Haglundferse. Die Schmerzen sind teilweise unerträglich, und es gibt keine Besserung. Solche Tätigkeiten sollten auch in die Liste aufgenommen werden. Das lange Stehen drückt unheimlich auf die Kniegelenke.

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